WEBEN

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WEBEN ist eine Kunst, die jeder erlernen kann.
Die für die Gewebeherstellung erforderliche Vorrichtung ist der Webstuhl oder Webrahmen.
Das WEBEN oder WEBEKUNST ist eine der ältesten Techniken der Herstellung textiler Flächengebilde, bei dem mindestens zwei Fadensysteme, die Kette und Schuss, rechtwinklig verkreuzt werden. Die vorgespannten Kettfäden bilden den Träger, in den die Schussfäden über die gesamte Gewebebreite nacheinander von einer Webkante zur anderen eingezogen werden.

Nach der Holz- und Steinverarbeitung ist WEBEN eines der ältesten Handwerke der Menschheit und seit 32.000 Jahren urkundlich belegt, also deutlich länger als die Töpferei. In Grabkammern des alten Ägypten wurden Gewebereste von Gewändern gefunden.
Gewebte Textilien und Teppiche verhalfen den handelnden Assyrern, Babyloniern und später den Phöniziern zu Reichtum.
Auch die Griechen konnten weben. Bei Homer scheinen Weben, Spinnen und die Herstellung von Kleidungsstücken die Hauptbeschäftigung der Frauen gewesen zu sein.
Im Frühmittelalter und der Romanik dominierte die orientalische Weberei den Weltmarkt.
Auch in Europa begann die Weberei als Industrie zu florieren. In Augsburg gab es Mitte des 15. Jahrhunderts eine Weberzunft mit über 700 Mitgliedern.
Im Laufe der Jahrhunderte entstanden in vielen Orten Deutschlands so genannte Heimwebereien, die durch Heimarbeit ein zusätzliches, karges Einkommen ermöglichten.

Das HANDWEBEN wird im 21. Jahrhundert meist als Kunsthandwerk betrieben, aber findet auch Anwendung in der Ergotherapie, sowohl an Tischwebrahmen als auch an Webstühlen.

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